Alpenüberquerung 2003

Home

Fahrradtouren

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Tag 4

Tag 5

Tag 6

4. Tag: Astfeld - St. Josef am Kalterer See

Eines der unbeleuchteten Tunnels auf dem Weg nach Bozen
Eines der unbeleuchteten Tunnels auf dem Weg nach Bozen

Unser 3. Tag begann ziemlich früh, als um 5:00 Uhr morgens riesige LKW’s (Vierachser) durch die verschlafene Ortschaft donnerten und uns aus dem Schlaf rissen. Ca. 1 Stunde später wurde direkt vor unserem Hotel begonnen die Asphaltschicht zu erneuern – vorbei war’s also mit der Nachtruhe. Trotzdem haben wir gut gelaunt unsere Sachen zusammengepackt und sind um 8:45 Uhr aufgebrochen. Auch hier im morgens schattigen Sarntheinertal brauchten wir unsere langärmligen Jacken. Diesmal jedoch länger als zum Schlegeisspeicher, da es kilometerlang nur bergab ging. Die Straße führte uns durch zahlreiche Tunnels, Michael glaubt es seien 15 gewesen, von denen einige schlecht bis überhaupt nicht beleuchtet waren. Da wir an alles gedacht haben und sehr gut ausgerüstet waren schnallte Michael seine Stirnlampe über die Lenkertasche und Rü schaltete sein Rücklicht an der Sattelstütze an. In dieser Reihenfolge durchfuhren wir alle Tunnels ohne von den Lastern übersehen zu werden. Gerade aber wegen der sehr vielen Tunnels ist die Strecke von Astfeld nach Bozen sehr abwechslungsreich, interessant und sehr schön zu fahren. Um 10:15 Uhr kamen wir in Bozen an und suchten erst mal eine Fahrradwerkstatt um das immer noch lockere Hinterrad von Michael reparieren zu lassen. Ein freundlicher Bozener zeigte uns den Weg zu einem nahegelegenen Fahrradladen. Nach der ersten Inspektion stellte der Monteur fest – Achsbruch. Wir setzten uns in eine nahegelegene Bar und nutzten die Pause mit Cappuccino und Espresso. Innerhalb einer ¾ Stunde war die Achse gewechselt und wir konnten weiter fahren in Richtung Kalterer See. Als besonderer Service wurde von dem Monteur schnell noch die Schaltung perfekt eingestellt (lt. Aussage von Michael funktionierte sie noch nie so gut) und die Bremsen nachgezogen. Diesen Laden können wir nur empfehlen, siehe Link.

Um aus Bozen heraus zu kommen mussten wir auf breiten 4-spurigen Straßen, im größten Mief, durch Industriegebiete fahren. Wir waren froh als wir endlich die Stadt hinter uns gelassen haben und den kleinen Ort Girlan erreichten. Dort haben wir uns erst mal an einer Landkarte orientiert, was gar nicht so einfach war. Um möglichst verkehrsberuhigt weiter zu kommen wählten wir einen Forstweg (unserer Meinung nach) aus. Dies erwies sich jedoch als nicht unbedingt zu treffend, da es sich um einen ausgetrockneten Flusslauf mit Rückhaltebecken gehandelt hat (unbefahrbar, gesäumt mit Brennessel). Wir beschlossen bei der nächsten Möglichkeit diesen „Weg“ schnellstens zu verlassen und auf der Hauptstraße Richtung Kaltern weiter zu fahren. Ab hier zogen Wolken auf und es wurde sehr schwül. Bevor wir zu unserem Hotel in St. Josef am Kalterer See kamen machten wir in Kaltern noch einen kurzen Stopp bei Cappuccino und Espresso (was sonst).

Nach dem wir unser Zimmer bezogen hatten sind wir sofort an den Kalterer See gegangen und haben unsere Füße im See gekühlt. (Tipp: Nicht durch Strandbad an den See, sondern durch die Ristorante). Bei sehr gutem Essen im Kalterer See Hof und dem entsprechenden Wein ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.