Alpenüberquerung 2003

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Fahrradtouren

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3. Tag: Sterzing – Astfeld

Anstieg zum Peuser Joch
Anstieg zum Peuser Joch
Vor der letzten Kehre zur Passhöhe
Vor der letzten Kehre zur Passhöhe
Rü am Ziel seiner Königsetappe
Rü am Ziel seiner Königsetappe
Michael hat's auch geschaftt - trotz gebrochener Achse
Michael hat's auch geschaftt
- trotz gebrochener Achse
Abfahrt nach Astfeld
Abfahrt nach Astfeld

Beim Heraustragen der Fahrräder aus der Vorratskammer des Hubertushofes bemerkte Rü, dass das Hinterrad von Michaels Fahrrad sehr viel Spiel in der Nabe hat. Hierauf äußerte Michael nur: „Och, das war gestern schon“. Auch der gut gemeinte Rat noch in Sterzing einen Fahrradladen zu suchen wurde „ignoriert“.

Gegen 8:40 Uhr verließen wir Sterzing auf einer stark befahrenen Straße unter der Brenner-Autobahn hindurch bis zur Abzweigung „Passo di Pennes“. Von hier sollte es 16 km nur bergauf gehen. Die schmale, wenig befahrene Passstraße führt uns erst mal am Hang entlang bergauf. Nach einer ¾ Stunde Fahrt und ca. 500 zurückgelegten Höhenmetern bemerkte Michael, dass sein Hinterrad am Rahmen anstreift. Dies wurde kurz darauf so schlimm, dass wir das Rad ausbauen mussten und anfänglich der Meinung waren, den Schaden selbst beheben zu können. Wir bemerkten jedoch, dass sämtliche Schrauben fest angezogen waren und das Spiel in der Nabe war. Von Bremsen zerstochen, beeilten wir uns das Rad wieder möglichst zentriert einzubauen. Von hier an konnte Michael nur mit sehr viel Gefühl in die Pedale treten, bei sehr steilen Passagen sogar nur schieben. Die Kilometersteine zählend, arbeiteten wir uns langsam aber stetig Höhenmeter für Höhenmeter den Berg hinauf. Nach ca. 2¾ Std. Fahrzeit haben wir dann zum ersten Mal das Penser-Joch-Haus gesehen. Die Straße geht jedoch in einem schier unendlich weiten Bogen hinauf zur Passhöhe auf 2.211 m. Nach 1600 Höhenmetern waren die letzten 3 km mit dem Ziel vor Augen eine echte Schinderei. Im relativ wenig besuchten Gasthof erholten wir uns von den Strapazen der letzten Stunden bei Kaffee und unverschämt teuren Wienerwürstchen (3,50 € nackig mit Brötchen und Serviette). Anders als am Tag zuvor, war diese Abfahrt die vorangegangenen Anstrengung wert. Super schöne Abfahrt auf guter Straße fast bis Astfeld – und das bei herrlichem Sonnenschein.

Fazit: Ein sehr anstrengender Aufstieg mit herrlicher Abfahrt, leider nervten die uns überholenden, hochtourig fahrenden Motorradfahrer. Rü’s best day!